Wildgänse-Entschädigung deutlich aufgestockt

27.01.2026

Rixa Kleinschmit und Manfred Uekermann:
Wildgänse-Entschädigung deutlich aufgestockt
– wichtiger Schritt für betroffene Betriebe an der Westküste

Die CDU-Landtagsfraktion Schleswig-Holstein begrüßt die deutliche Aufstockung der
Mittel für die Entschädigung von Schäden durch ziehende Wildgänse. Dass die
Landesregierung die finanziellen Mittel im Rahmen der Wildgänserichtlinie von
350.000 Euro auf 1,2 Millionen Euro erhöht und die Pauschalen – insbesondere im
Grünland – anpasst, ist aus Sicht der CDU-Fraktion ein wichtiger Schritt für die
betroffenen landwirtschaftlichen Betriebe.
„Die Schäden durch Wildgänse sind für viele Höfe, gerade an der Westküste und auf
den Inseln, seit Jahren ein massives Problem. Dass die Pauschalen nun überprüft
und deutlich angehoben wurden, ist ein wichtiges Signal an die Landwirtinnen und
Landwirte, dass ihre berechtigten Sorgen ernst genommen werden“, erklärt Rixa
Kleinschmit, agrarpolitische Sprecherin..
Gerade im Grünland seien die wirtschaftlichen Belastungen in den vergangenen
Jahren erheblich gestiegen. „Die Verdreifachung der Pauschalen im Grünlandbereich
war überfällig. Entscheidend ist jetzt, dass die Entschädigungen weiterhin
unbürokratisch abgewickelt werden und schnell bei den Betrieben ankommen“, so
Kleinschmit weiter.
Auch Manfred Uekermann, Abgeordneter aus dem besonders betroffenen Wahlkreis
Nordfriesland, begrüßt die Entscheidung, macht aber zugleich deutlich, dass
Entschädigungen allein nicht ausreichen: „Für viele Betriebe im Land gehören
Gänsefraßschäden inzwischen zum Alltag. Die finanzielle Entlastung hilft, sie ist aber
nur ein Pflaster auf eine offene Wunde. Wir brauchen zusätzlich wirksame
Managementmaßnahmen, um die Schäden dauerhaft zu begrenzen.“
Uekermann betont die Bedeutung einer Neubewertung auf europäischer Ebene: „Es
ist richtig, dass die Landesregierung das Gespräch mit der EU sucht. Der
Erhaltungszustand einzelner Wildgansarten muss realistisch bewertet werden. Ziel
muss sein, den Schutz der Arten mit der Existenzsicherung unserer
landwirtschaftlichen Betriebe in Einklang zu bringen.“
Die CDU-Landtagsfraktion wird den weiteren Umgang mit der Wildgänseproblematik
eng begleiten. „Ein fairer Interessenausgleich zwischen Landwirtschaft, Naturschutz
und Kulturlandschaft ist nur möglich, wenn alle Seiten berücksichtigt werden. Dazu gehört neben
einer angemessenen Entschädigung auch der Mut, bestehende Regelungen weiterzuentwickeln“,
so Kleinschmit abschließend.