Fünf-Punkte-Plan für mehr Pünktlichkeit im Bahnverkehr
Das Land Schleswig-Holstein und die Deutsche Bahn haben am 21. April beim Marschbahndialog
in Westerland auf Sylt einen gemeinsamen Fünf-Punkte-Plan vereinbart, um die Marschbahn
zwischen Hamburg, Niebüll und Westerland spürbar zuverlässiger und leistungsfähiger zu machen.
Im Mittelpunkt steht ein zusätzlicher Zeitpuffer von bis zu 15 Minuten für den
Regionalexpress zwischen Husum, Niebüll und Westerland. Möglich wird dies durch einen
Trassentausch zwischen Regionalverkehr und Autozügen. Ziel ist es, Verspätungen aus
Richtung Hamburg künftig deutlich besser abzufangen und die Pünktlichkeit insbesondere
auf dem Abschnitt nach Sylt spürbar zu erhöhen.
Nach Berechnungen der Deutschen Bahn soll die Ankunftspünktlichkeit in Niebüll von bislang
rund 78 Prozent auf bis zu 96 Prozent steigen. In Westerland soll sich die Pünktlichkeit von
derzeit rund 59 Prozent auf bis zu 84 Prozent verbessern. Der Trassentausch wird spätestens
mit dem Fahrplanwechsel im Dezember 2026/27 eingeführt.
Neben dem Trassentausch verständigten sich Land und Deutsche Bahn auf weitere
Maßnahmen:
• Einführung eines gemeinsamen Störfallkonzepts mit klar abgestimmten Abläufen für
typische Störungssituationen
• Ausbau von Material- und Ersatzteilkapazitäten entlang der Strecke sowie Stärkung
der Instandhaltungsstandorte in Husum, Niebüll, Klanxbüll und Westerland
• Fortsetzung der Planungen für den zweigleisigen Ausbau der Abschnitte Niebüll–
Klanxbüll und Morsum–Tinnum
• Weiterer Ausbau der Leit- und Sicherungstechnik, insbesondere durch das neue
Elektronische Stellwerk Niebüll
• Umfassende Modernisierung des Bahnhofs Westerland bis 2029
Auch der Bund unterstützt den Ausbau der Strecke. Ziel ist es, Anfang der 2030er-Jahre mit
dem zweigleisigen Ausbau zu beginnen.
Manfred Uekermann, CDU-Landtagsabgeordneter des Wahlkreises Nordfriesland-Nord, begrüßt
die Vereinbarungen: „Für die Menschen auf Sylt und entlang der Marschbahn zählt vor allem,
dass die Verbesserungen schnell im Alltag ankommen. Mehr Pünktlichkeit, weniger Störungen
und ein verlässlicher Ausbau der Strecke sind ein starkes Signal für unsere Region.“

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