CDU kritisiert DUH-Klage gegen Krabbenfischerei im Wattenmeer

24.06.2026

Manfred Uekermann: CDU kritisiert DUH-Klage
gegen Krabbenfischerei im Wattenmeer

Die CDU-Landtagsfraktion Schleswig-Holstein kritisiert die Klage der Deutschen
Umwelthilfe gegen den Landesbetrieb für Küstenschutz, Nationalpark und
Meeresschutz Schleswig-Holstein. Ziel der Klage ist ein Verbot der Krabbenfischerei
mit Grundschleppnetzen im Nationalpark Wattenmeer.

„Die Klage ist ein weiterer Versuch, die Existenzgrundlage unserer Küstenfischerei zu
beschneiden. Sie trifft vor allem Familienbetriebe an der Westküste und stellt ein
wichtiges Stück regionaler Identität infrage“, erklärt der fischereipolitische Sprecher
der CDU-Landtagsfraktion, Manfred Uekermann.
Die Krabbenfischerei ist ein wichtiger Bestandteil der wirtschaftlichen Struktur an der
Westküste und trägt zur regionalen Wertschöpfung bei, insbesondere in Häfen und
Verarbeitung. Die Betriebe arbeiten seit Jahren auf Grundlage guter fachlicher Praxis
und berücksichtigen wissenschaftliche sowie naturschutzfachliche Anforderungen.
„Unsere Fischer arbeiten verantwortungsvoll und mit großer fachlicher Erfahrung im
Wattenmeer. Pauschale Verbote werden dieser Realität nicht gerecht“, so
Uekermann.
Auch wissenschaftliche Erkenntnisse sprechen gegen pauschale Bewertungen. Die
CRANIMPACT-Studie des Thünen-Instituts aus dem Jahr 2022 zeigt, dass die
Auswirkungen der Krabbenfischerei auf den Meeresboden im Wattenmeer
differenziert zu betrachten sind.
„Die wissenschaftliche Grundlage zeigt ein deutlich differenzierteres Bild, als es die
Forderung nach einem Verbot nahelegt“, so Uekermann weiter.
Die Deutsche Umwelthilfe ist regelmäßig an rechtlichen Auseinandersetzungen um
wirtschaftlich bedeutende Vorhaben in Schleswig-Holstein beteiligt, zuletzt im
Zusammenhang mit dem LNG-Terminal in Brunsbüttel sowie der Ölplattform
Mittelplate im Wattenmeer. Damit stehen immer wieder Projekte im Fokus, die für
Energieversorgung, regionale Wertschöpfung und Arbeitsplätze in unterschiedlichen
Bereichen des Landes von Bedeutung sind“, so Uekermann abschließend.
Die CDU-Landtagsfraktion steht klar an der Seite der Küstenfischer und lehnt
pauschale Verbotsforderungen ab. Ziel bleibt eine nachhaltige Nutzung des
Wattenmeeres bei gleichzeitiger Sicherung der wirtschaftlichen Existenz der Betriebe
vor Ort.