Beschleunigung der Marschbahn-Elektrifizierung

02.06.2026

Land hilft durch Kostenübernahmeerklärung - Beschleunigung der Marschbahn-Elektrifizierung
Der Ausbau der Marschbahn soll ohne Verzögerungen weiter vorangetrieben werden.
Derzeit laufen unter Federführung der NAH.SH mit Hochdruck die Vorplanungen für
das bedeutende Infrastrukturprojekt. Die beauftragten Planungsbüros werden diese Arbeiten
planmäßig bis April 2027 abschließen. Anschließend soll die Verantwortung auf
die DB InfraGO übergehen, damit unmittelbar mit der Entwurfsplanung begonnen werden
kann. Nach aktuellem Stand drohte jedoch aufgrund interner Abläufe bei der Deutschen Bahn
ab April 2027 ein Planungsstopp von mindestens einem Jahr. Dadurch hätte sich der
Beginn der nächsten Planungsphase frühestens auf April 2028 verschoben. Um diese
Verzögerung zu verhindern, will das Land Schleswig-Holstein nun kurzfristig eine Kostenübernahmeerklärung
gegenüber der DB InfraGO abgeben. Dadurch kann der notwendige Vorstandsbeschluss bereits jetzt vorbereitet
und ein nahtloser Übergang der Planungen sichergestellt werden.

„Die Elektrifizierung der Marschbahn ist eines der wichtigsten Infrastrukturprojekte für unsere gesamte Westküste. Deshalb dürfen wir keine unnötigen Verzögerungen zulas-sen. Es ist richtig, jetzt frühzeitig die Voraussetzungen dafür zu schaffen, dass die Pla-nungen ohne Unterbrechung weiterlaufen können“, erklärt Michel Deckmann, CDU-Landtagsabgeordneter im Wahlkreis Nordfriesland-Süd.
Die Kostenübernahmeerklärung umfasst über 37 Millionen Euro für die Entwurfsplanung sowie Verwaltungskosten der DB InfraGO. Diese Mittel waren bereits in den bisherigen Finanzierungsplanungen des Landes vorgesehen, sodass keine zu-sätzlichen Kosten entstehen. Durch die Beschleunigung des Projektes könnten am Ende sogar Kosten eingespart werden.
Der CDU-Landtagsabgeordnete des Wahlkreises Nordfriesland-Nord Manfred Ueker-mann betont: „Eine moderne und leistungsfähige Bahnverbindung ist für Nordfriesland von zentraler Bedeutung – für unsere Bevölkerung, für Pendler, den Tourismus und die wirtschaftliche Entwicklung unserer Region. Dass das Land jetzt entschlossen handelt, ist ein wichtiges Signal für die Menschen an der Westküste.“
Der Finanzausschuss hat heute (28. Mai) die erforderlichen Einwilligungen erteilt, so-dass Wirtschaftsminister Claus Ruhe Madsen die entsprechende Kostenübernahmeer-klärung gegenüber der DB InfraGO abgeben kann.
V.i.S.d.P.
Manfred Uekermann MdL und Michel Deckmann MdL